Assuan liegt malerischin einer von Felsen geprägten Landschaft.
Es liegt direkt am Nil, nicht weit über dem Wendekreis des Krebses. Es war in der Antike eine Garnisonsstadt
namens Sunt und auch für die ersten koptischen Christen bedeutend, da hier im 7. Jahrhundert das Simeonskloster
errichtet wurde.
Mitten im Nil liegt die Insel Elephantine, wo sich das Zentrum und der Tempelbezirk von
Sunt befanden (die Insel hiess damals Yebu, sie wurde später von den Griechen umbenannt). Die hiesigen Tempel
und Ruinen sind weniger gut erhalten und nicht so eindrucksvoll wie anderswo im Lande, dafür ist der einsam gelegene
Kalabscha-Tempel und die ptolemäischen Tempelbauten von Philae südlich der Stadt, die beim Bau des neuen Staudamms versetzt wurden, unbedingt sehenswert.
Der Nil ist hier, wie er vom Hochstaudamm und dem Nassersee hinunter
strömt, besonders malerisch, um die Feluccas zu beobachten, wie sie in der Abenddämmerung über den Nil
gleiten.
Dies ist so ziemlich die bewegendste Reiseerfahrung, die man machen kann. Von Assuan lässt
sich auch ein Besuch der 290 km südlich gelegenen Felsentempel von Abu Simbel mit den vier berühmten Kolossalfiguren
unternehmen.
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